Nov 9, 2012 - Zusammen    No Comments

War da nicht was?

Ja, es soll ja niemand sagen können, Kathrin wolle verschweigen, dass ihre Eltern da waren. Mittlerweile ist jeder wieder zum Alltag zurückgekehrt, aber zwischen dem 11. und dem 24. Oktober herrschte Ausnahmezustand.

Naja, eigentlich äußerte es sich wie folgt:
An manchen Tagen (wir gingen ja trotzdem wie gewohnt zur Schule) trafen wir uns nachmittags zum Kaffeetrinken, Souvenir kaufen oder Essen gehen. Dementsprechend wurden Kathrins Augenringe noch tiefer …

Nur einmal kam sie in den Genuss, im Hotelzimmer ihrer Eltern nahe der Schule zu übernachten. Ach, war das herrlich, den Morgen ohne Bus – oder Metro – fahren zu verbringen.

Am ersten Wochenende waren Freunde von Kathrins Familie aus der Nähe von New York da. An einem Abend ergab sich eine witzige Situation beim Bezahlen der Restaurantrechnung:
Folgendes steht unter dem Motto: „Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?“
Steve und Reinhold (Kathrins Vater) wollten die Rechnung splitten. Steve hatte dann wiederum das Vorhaben, die Hälfte seiner Hälfte mit Kanadischen Dollarn und den Rest mit US-Amerikanischen Dollarn zu zahlen. Die Bedienung schaute etwas entgeistert. Aus Spaß hat fragte dann auch noch Kathrins Vater, ob er den Restbetrag mit Euros zahlen könnte. Schade, dass ihr nicht dabei wart – die Situation war zu komisch.

Ein anderes Highlight war der Besuch im Biodôme. Dieses befindet sich im umfunktionierten Velodrôme der Olympischen Spiele von 1976.
Es handelt sich dabei um eine Ausstellung, die sich mit Flora und Fauna der unterschiedlichen Klimazonen befasst.

Unser Lehrer Nicholas musste fünfmal hingehen, um das Faultier in Aktion zu sehen.

Bei uns lief es, für Faultierverhältnisse, einen Marathon – das lag wohl eher an der guten Aura Alickas, denn Kathrin zieht ja nicht immer das Glück an.

Kanada ist nicht nur das Heimatland von Justin, sondern auch von echten Bibern. Einer von ihnen ist extra nahe zu Kathrin hingeschwommen, damit sie gute Fotos schießen konnte.

Durch eine Glasscheibe konnte man seine Tauchgänge beobachten.

Der Rundgang begann in den Tropen und endete in der Antarktis, wo wir auf unsere Leidensgenossen trafen.

Spätestens mit unseren dicken Daunenmänteln können wir uns nur noch wie Pinguine bewegen.

Ein Vorschlag Kathrins: „Alicka, wie wär’s mit Tierpsychologin – Schwerpunkt Pinguine?“

Ein paar Frackträger verwechselten wohl die weiße Wand mit einer Eislandschaft am Südpol – so genossen sie also den Ausblick auf die Tapete.

Das Wochenende drauf verbrachten wir dann in Quebec City. Nebel, Regen und Wind wechselten sich ab. Ja, noch haben wir keinen Schnee, aber viel kann nicht mehr fehlen. Doch selbst das schlechteste Wetter kann der Schönheit der Stadt nichts anhaben!

Zugegeben, unser Hotel hatte eine etwas eigenwillige Innenarchitektur. Wir mussten jedes Mal den Ausgang und hinterher wieder unsere Zimmer suchen und haben uns dabei regelmäßig verlaufen. Kathrins Mutter und Alicka würden ohne die beiden anderen wohl immer noch hilflos durch die Gänge irren. Zur Verdeutlichung hier der Wegweiser im Erdgeschoss:

Die Fahrstühle machten es nicht gerade einfacher. Um vom Erdgeschoss in unseren fünften Stock zu gelangen mussten wir nämlich zwei verschiedene Fahrstühle benutzen, da man mit dem einen (siehe Bild) nicht ins Erdgeschoss, mit dem anderen nicht in den fünften Stock gelangen konnte. Und Gott weiß, wir man das dritte Stockwerk erreichen kann. Vielleicht ja über irgendeine versteckte Treppe?

Darüber hinaus sind wir ja immer bemüht an allem etwas positives zu finden: Die Montmorency-Wasserfälle waren viel beeindruckender als im trockenen Sommer. (Der Nachteil: Es strömte auch vom Himmel und Kathrins Schuhe weichten bis zu den Socken durch.)

Kathrins Eltern hatten auch die Gelegenheit, die Gastfamilie ihrer Tochter kennenzulernen, die sich, bis auf ein paar Schwierigkeiten mit der Aussprache der Vornamen, von der allerbesten Seite zeigte.

Einen Tag später hieß es auch schon wieder Abschied nehmen.
An dieser Stelle liebe Grüße an unsere treuen Leser, vor allem an Mama und Papa Schwab.

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