Okt 1, 2012 - Zusammen    No Comments

Schlafentzug Teil 4

Im Land der Schlümpfe

Unser Tourguide warnte uns schon vor, dass es sich bei der Umgebung der Niagarafälle nicht um unberührte Natur handeln würde.

Zunächst waren wir etwas schockiert, als wir in einer Miniversion von Las Vegas ankamen. Unsere Unterbringung war ein typisch amerikanisches Motel, wie im Film.

Bei unserer Ankunft platzten wir quasi in einen Ungesellinnenabschied rein. Vor dem Motel wurde lautstark Karaoke gesungen. Aus Neugier auf Niagara-on-the-Lake und auch um dem schrägen Gesang zu entkommen, stürtzen wir uns also ins Nachtleben der kleinen Stadt.

Wir liefen durch die Straßen und inspizierten die vielen Spielhallen, Gruselkabinette und auch einen Schokoladenladen.

Das kanadische Essen hat bei uns wohl schon ein wenig angesetzt …

Unser Hauptziel waren jedoch natürlich die Niagara-Fälle bei Nacht!

 

Übernächtigt starteten wir schon wieder um halb sieben in den nächsten Tag, wurden jedoch von einem guten Frühstück überrascht. Es gab Bacon für Alicka und Pancakes für Kathrin.

 

Frisch gestärkt ging es dann auch gleich zur Table-Rock-Aussichtsplattform. Bei Tag sind die Wasserfälle noch weitaus beeindruckender!

Wir sahen die amerikanischen Wasserfälle und die noch viel besseren kanadischen Horseshoe-Wasserfälle.

Hier also im Vergleich: Links die mickrigen Wasserfälle der USA, rechts die unvergleichlichen von Kanada.

 

Nach ausgiebigem Fotographieren ging es dann auf die „Maid of the Mist“-Bootstour. Wir trugen die original blauen Regencapes, die ihr sicher alle aus Film oder Fernsehen kennt.

Die Tour war einfach unglaublich. Leider konnten wir direkt im „Mist“ keine Fotos mehr machen, da unsere Fotos nicht wasserfest sind. Aber hier mal ein kleiner Einblick vom Anfang und vom Ende der Tour.

Wir standen direkt am Bug des Bootes und hatten einen unvergleichlichen Ausblick, wenn wir nicht gerade damit beschäftigt waren, unsere Kapuzen festzuhalten oder uns Wasser aus den Augen zu reiben. Ganz nah an den Fällen waren wir nur noch von weißem Dunst umhüllt und sahen fast unsere Hand vor Augen nicht.

Anschließend machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg. Nichts Böses ahnend dösten wir gemütlich im Bus, als wir plötzlich auf den Standstreifen ausweichten und der Busfahrer Bremsübungen machte. Der Grund hierfür war ein anhaltender Gummigestank, der uns schon seit dem vorherigen Tag verfolgte.

Schnell war klar, dass wir auf einen Rastplatz ausweichen mussten. Gut, dass es hier an jeder Ecke einen Tim Horton’s gibt 😉

Kaum angekommen waren wir schon in Rauch gehüllt. Nach einer einstündigen Pause erörterte unser Tourguide, dass wohl die Bremse in gedrückter Stellung festgeklemmt gewesen war. Doch nun sei wieder alles in Ordnung und wir könnten unsere Heimreise fortsetzen.

Mit einem etwas mulmigen Gefühl begaben wir uns also wieder in den Bus.

Ohne weitere Zwischenfälle erreichten wir um zehn Uhr Montreal und fielen in unsere Betten, denn am nächsten Tag war ja schon wieder Schule!

End.

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