Archive from August, 2012
Aug 31, 2012 - Zusammen    No Comments

Money, money, money …

… must be funny. Und das ist es hier in Kanada wirklich!

Zunächst einmal bezahlt man (ganz anders als erwartet) fast alles bar. Da ist Kanada wie Europa.
Aber: Hier es ja keine Euros, sondern nur Kanadische Dollar.

1 Euro entspricht (momentan) 1,24 $.
So kommt uns hier natürlich erstmal alles viel teurer vor, bis wir genau umrechnen und merken, das viele Preise doch ganz in Ordnung sind.

Die Scheine machen uns überhaupt keine Probleme. Auf denen sind die Zahlen auch klar zu sehen.
Mit den Münzen ist es schon kniffliger. Es gibt 1 und 5 Cents, aber keine 2 Cents. Dazu kommen noch 10er- und (wer hätte das erwartet?) 25er-Münzen. Was glaubt ihr, wie verwirrt wir am Anfang waren, als wir als Wechselgeld für 50 Cent zwei 25-er bekommen haben und dachten, dass das ja überhaupt nicht stimmen kann, weil wir von der neuen Währung noch keine Ahnung hatten!

Bei 25 hört es mit den Cent-Münzen auch schon auf. Als Münzen gibt es dann nur noch 1- und 2-Dollar (hier Loonie und Toonie genannt :-D) . Ab fünf Dollar geht es mit den Scheinen los.

Wer jetzt denkt, dass das ja alles gar nicht so kompliziert ist, hat weit gefehlt.

Die Münzen entsprechen in ihrem Wert nämlich nicht ihrer Größe! So ist die 10-Cent-Münze kleiner als die 5-Cent-Münze, aber beide sind silber.

Und auf allen Münzen muss man die Zahl erstmal suchen, bis man weiß, wie viel Geld man überhaupt in der Hand hält. (Heute haben wir uns darüber mal mit einem „echten“ Kanadier unterhalten und der hat gemeint, man sucht nicht nach Zahlen, man schaut nur auf die Größe der Münzen.)

Anfangs war das neue Geld wirklich sehr ungewohnt.
Und beim Bezahlen halten wir, wenn wir Kleingeld suchen müssen, immer noch die ganze Schlange an der Kasse auf. Auch das Wechselgeld müssen wir immer zweimal nachzählen.

Aber wir machen Fortschritte 🙂

Gut zu wissen ist auch, dass 2 Cent als Trinkgeld überhaupt nicht gern gesehen wird. Das bedeutet nämlich: „Der Service war miserabel, es ist mir jedoch diese zwei Cent wert, dich zu belehren!“ Es kann sogar passieren, wenn man einem Straßenmusiker 2 Cent einwirft, dass diese wieder aus dem Gitarrenkoffer herausgenommen und einem nachgeworfen werden! (Das ist jemanden aus unserer Communication Class passiert :-D)

Alle Münzen tragen übrigens auf der Vorderseite den Kopf der Queen. Auf der Rückseite sind Ahornblätter, Biber, die Bluenose (ein berühmtes kanadisches Segelschiff), Rentiere, Eistaucher und (das Tier, was in Kanada natürlich nicht fehlen darf) Eisbären. Schade nur, dass es auf keiner Münze unsere geliebten Eichhörnchen gibt!

Viele Grüße von euren bald waschechten Kanadierinnen

Alicka und Kathrin

PS: Beim Olympiastadionartikel haben wir endlich ein paar Bilder ergänzt. Es lohnt sich also, noch einmal nach unten zu scrollen 😉

Aug 27, 2012 - Zusammen    No Comments

Nichts, was nicht gelöst werden könnte!

Hallo, Bonjour and Hello,

so langsam finden wir uns in Montreal ein bisschen zurecht und haben auch Insidertipps. Naja, die Sache mit dem Zurechtfinden müssen wir ein wenig einschränken. Am Donnerstag wollten wir beispielsweise nach unserem Ausflug nach Asien (Chinatown), eine Métro nehmen – das sollte ja eigentlich nicht so schwer sein, dachten wir zumindest. Endlich dank eines sehr freundlichen, aber auch hektischen Montréalers an einem Métroeingang angekommen,  folgten wir also dem  Pfeil, der uns zu unserer Linie führen sollte. Zunächst mussten wir eine Etage tiefer, dann einen Gang entlang. Am Ende des Gangs, an den sich wieder eine Rolltreppe anschloss, die diesmal aber nach oben führte, sahen wir erneut einen Métropfeil. Blöderweise zeigte dieser in die exakt entgegengesetzte Richtung. Ja, was lernen wir daraus: Selbst in U-Bahn-Stationen kann man sich verlaufen. Also was tun? Nachdem wir ein paar Mal hin-und hergelaufen sind, mussten wir erneut einen immer hilfsbereiten Montréaler fragen. In einem anderen Gebäude hatten wir dann endlich Erfolg.

Weitere Probleme auf Kathrins Heimweg:

Die öffentlichen Verkehrsmittel können einen durchschnittlichen Hockenheimer schon an seine Grenzen bringen. Endlich in der richtigen Métro sitzend, dachte ich eigentlich, dass jetzt nichts mehr schief gehen könnte. Ich sollte einfach aufhören zu denken!!! Nichtsahnend laufe ich zu meiner Bushaltestelle. Tja, es gab da mal wieder nur ein winziges Problem: Die ganze Straße war aufgrund eines Straßenfestes gesperrt! Und da wir hier nun einmal nicht in Deutschland sind, war von einem Hinweis auf eine Ersatzhaltestelle weit und breit keine Spur. Einen halben Nervenzusammenbruch später saß ich dann auch in dem richtigen Bus – natürlich, nachdem mir der vorherige vor der Nase weggefahren war.

Der Freitag begann für uns gemütlich: Wir gingen mit der Klasse Frühstücken. (Kathrin: „Ich will gar nicht wissen, wie viele Kalorien meine Pancakes hatten“).  Nach einer ergiebigen Stärkung erkundeten wir dann das jüdische Viertel, indem auch das Café war. Unsere Tour führte uns zuerst in einen Teeladen (in den wir unbedingt in der kalten Jahreszeit zurückkehren müssen), anschließend in eine Bagel-Bäckerei. Einen Bagel-Ofen müsst ihr euch ungefähr wie einen Pizza-Ofen vorstellen. Die rohen Bagels werden auf langen, schmalen Holzbrettern hineingeschoben.

Man soll’s nicht glauben, aber wir machen auch noch was anderes als Essen.

Mittags sind wir zum Olympiapark gefahren. Montréal war Gastgeber der Olympischen Sommerspiele 1976, die, wie auch die diesjährigen, von der Queen eröffnet wurden. Als eigentliches Staatsoberhaupt blickt sie uns jeden Tag grimmig von der 20-Dollar-Note entgegen. Wir fragen uns, wie oft ihr Portrait auf dem Geldschein im Verlauf ihrer langen Amtszeit geändert worden ist.

Wir hatten Tickets für eine guided Tour durch die Schwimm-Arena und das Olympiastadion.

Ein Augenschmaus war beides nicht, dafür aber interessant. Auf den ersten Blick sieht man vor allem eines: Beton. Und zwar so viel, dass man daraus eine Straße bilden könnte, die von Montréal nach Miami reichen würde. (Das ist nicht auf unseren Mist gewachsen. Manche Besserwisser mögen jetzt fragen, wie breit die Straße sein würde: keine Ahnung.)

Glücklicherweise besichtigten wir nicht dreizehneinhalb Jahre früher das Olympiastadion: Damals ist nämlich das Stadiondach unter der Schneelast teilweise eingestürzt. Da freut man sich doch wirklich auf den Winter!

Richtig Stimmung kommt aber auch im Sommer nicht im Stadion auf.  Die Sitzreihen wurden teilweise entfernt und umgeben nicht mehr das gesamte Stadion und das permanente Dach lässt alles duster wirken…

Anschließend ging’s für uns hoch hinaus. Wir wollten einen Blick vom „Tour de Montréal“ auf unsere Metropole werfen. Die Montréaler können über den „Schiefen Turm von Pisa“ nur müde lächeln. Der „Tour de Montréal“ ist 175m hoch und hat eine Neigung von 45 Grad. Zum Vergleich: Das Wahrzeichen Pisas hat gerade mal eine Neigung von 5 Grad. In weniger als zwei Minuten erreicht man mit einer Standseilbahn die Spitze des Olympiaturms, von der man 80km weit schauen kann.

Der Turm wurde 1987 eröffnet.  Nochmal zur Erinnerung: Die Sommerspiele von Montréal waren im Jahr 1976. Gut Ding braucht Weile. Was das Stadion betrifft, haben sich die Kanadier wirklich rangehalten; es wurde sogar schon am Tag der Eröffnungsfeier fertiggestellt.

Ausklingen ließen wir unseren Tag wie er begonnen hatte – mit Essen.  Wir aßen Eis, aber kein gewöhnliches, denn diese Eisdiele verkauft nur mit Ahornsirup gesüßtes Eis. Ja, die Ahornblätter. Jetzt verfolgen sie uns nicht nur auf gefühlten 50 Flaggen pro Straße, Kirchenfenstern oder Rucksäcken, sondern auch im Eis. Der Patriotismus der Kanadier macht eben auch vor der italienischen Jahrhunderterfindung nicht halt.

Im Keller der Eisdiele verfolgten wir im Rahmen eines kleinen Museums die Entwicklung der Sirupherstellung binnen der letzten Jahrhunderte.

Das war’s für’s Erste.

Liebe Grüße aus dem 5887,578 km entfernten Montréal,

Kathrin und Alicka

Aug 23, 2012 - Zusammen    No Comments

Notre-Dame de Montreal

Heute besuchten wir (nach der Schule und nach einem gemütlichen Kaffeeklatsch in unserem neuen Stammcafé) die Basilika Notre-Dame de Montreal.

Von außen macht sie keinen so besonderen Eindruck. Auch ihre zwei wirklich hohen Türme können das nicht rausreißen.

Doch zum Glück sind wir ja so Kultur interessiert und beschlossen, dennoch einen Blick ins Innere zu werfen.

Und der hat sich mehr als gelohnt. Diese Basilika ist wirklich „beautiful“!
Im ersten Moment hat man das Gefühl, alles sei total überladen. Doch dann merkt man, wie die Verzierungen aufeinander abgestimmt sind. Anfangs saßen wir erst einmal nur ganz hinten in einer Bank und studierten den Flyer mit der Beschreibung, den wir am Eingang bekommen hatten, während wir das Azurblau des Altarraumes bestaunten.

Anschließend gingen wir alle Stationen ab, identifizierten jede einzelne Statue und begutachteten die immer wieder unterschiedlich gestalteten Säulen und Fenster.

Damit ihr nicht nur unsere Beschreibungen lesen müsst, sondern auch was zum Anschauen habt, gibt es hier noch ein paar „Beweis“-Bilder:

Die Kapelle Notre-Dame-du-Sacré-Cœur, die an den Altarraum angrenzt, erinnerte leider mehr an einen modernen Konferenzsaal als an eine Kirche. Und unserer Meinung nach wird darin zu oft Stilbruch begangen, da es wirkt, als wäre alles wild durcheinander gewürfelt worden, auf der einen Seite barocke Schnörkel, auf der anderen moderne Holzelemente. Nichts desto trotz ist der bronzene Altar beeindruckend!

Wir hoffen, noch weitere solch schöne Winkel Montreals entdecken zu können! Aber wir sind zuversichtlich, schließlich haben wir noch fünf Monate Zeit zum Suchen 😉

Aug 21, 2012 - Zusammen    No Comments

Ein Tag voll Treppen

Tatsächlich waren wir schon dieses Wochenende auf dem Mont Royal, auch wenn es eigentlich anders geplant war.

Das Wetter am Samstag sollte eigentlich nicht so gut werden und so beschlossen wir, uns das St.-Josephs-Oratorium anzusehen. Aki, die japanische Gastschülerin, die bei Kathrins Familie wohnt, begleitete uns.

Mit der Metro und mit dem Bus war es einfach zu finden. Zudem hatten wir von Blanca eine genaue Wegbeschreibung erhalten.

Wir verpassten es leider, mit dem Bus bis zum Oratorium hoch zu fahren und stiegen stattdessen 300 Stufen hinauf (und danach auch wieder hinunter).

Ist der Ausblick nicht toll?

Und auch ein Blick ins Innere lohnt sich!

Doch wir hielten uns nicht allzu lang im Oratorium auf (und müssen es deswegen unbedingt noch einmal besuchen), weil das Wetter ja so schön war! Und so beschlossen wir, noch auf den Mont Royal zu gehen. Das meiste konnten wir (zum Glück ;-)) mit dem Bus hochfahren.

Der Park dort ist wirklich schön!

Auf dem Bild unten drunter sind wir gerade am höchsten Punkt angekommen. Leider konnte man nur nicht viel sehen, da überall Bäume im Weg standen 😉

Läuft man weiter, kommt man aber irgendwann zu einer Plattform, von der man einen klasse Blick auf die Downtown hat:

Hinunter mussten wir dann wieder laufen. Und wär hätte es gedacht, da gab es schon wieder Treppen und, wie sollte es auch anders sein, Eichhörnchen 😀 Wir halten uns mit dem Fotografieren von Tieren ja mittlerweile sehr zurück, aber Folgendes musste einfach festgehalten werden:

Es grüßen euch eure Gipfelstürmerinnen aus Kanada!

Aug 18, 2012 - Zusammen    No Comments

School

Da ihr ja schon alle gespannt darauf wartet zu erfahren, auf was für eine Schule wir gehen, wie der Unterricht und unser Stundenplan ist und ob wir Hausaufgaben aufbekommen, kommen wir nun zu unserem ersten Blogeintrag über die Schule: Nachdem wir die erste Schulwoche erfolgreich hinter uns gebracht haben, wollen wir nun endlich berichten, wie es dort so zugeht 🙂

Den letzten Punkt können wir sofort beantworten: Wir bekommen Hausaufgaben auf, und wie! 😀

Wir besuchen die ILSC, die International Language School of Canada. Am Montag machten wir einen Test und ein kurzes „Interview“ und unser Englisch wurde von den Lehrern eingestuft. Bei ihnen konnten wir auch gleich unsere Fächer wählen.

Der Stundenplan ist sehr einfach zu merken. Wir haben zwei Fächer und die fast jeden Tag in der gleichen Reihenfolge und in den gleichen Räumen. (So findet auch Alicka, die im Gauß ja oft nach Klassenzimmern suchen musste, gleich den richtigen Raum ;-))

Der erste Kurs geht von 9:00 bis 12:00 Uhr, wobei man eine kurze Pause von 10:30 bis 10:45 Uhr hat. Die Zeit variiert aber von Lehrer zu Lehrer.

Der zweite Kurs startet um 13:00 Uhr und geht bis 14:30 Uhr.

Montags bis Donnerstag hat man beide Fächer. Freitags hat man nur den Vormittagskurs.

Zufälligerweise haben wir ganz unabhängig voneinander die gleichen Fächer gewählt und sind vormittags zusammen in einer Klasse, nämlich in Communication I4 and debate.
Für den anderen Kurs haben wir zwar beide Writing gewählt, sind aber in verschiedene Kurse gekommen.

Die Schule kann man eigentlich gar nicht mit unserer Schule zu Hause vergleichen. Zwar macht man Arbeitsblätter, diskutiert und guckt teilweise auch Filme, aber alles ist viel lockerer. Man spricht die Lehrer mit Vornamen an und man kann jederzeit zur Rezeption kommen, wenn man Fragen oder Probleme hat. Selbst der Rektor hat sich gleich als „Daniel“ vorgestellt.

Was noch besonders und ungewohnt ist, ist die ILSC ENGLISH & FRENCH only Policy. D. h. es ist in der Schule nicht erlaubt seine Muttersprache zu sprechen, sondern jeder muss sich in Englisch oder Französisch verständigen, selbst wir beide untereinander. Am Anfang der Woche war das noch sehr merkwürdig, doch es wird immer mehr zur Gewohnheit. Manchmal passiert es uns schon, dass wir außerhalb der Schule ins Englische fallen 😀

Ungewohnt ist auch, dass es nur sehr wenige Deutsche gibt. Einen deutschen Lehrer haben wir noch gar nicht getroffen und deutsche Mitschüler gibt es zwar, aber die sind nicht in unseren Klassen. Die meisten Schüler kommen aus Südamerika (Brasilien, Venezuela und Kolumbien) oder aus Asien. Europäer trifft man nicht oft.
Das macht es aber umso spannender! 🙂

Auch der Unterrichtsstoff ist besser und lustiger als in der uns bekannten Schule, doch dazu in einem andern Artikel mehr 😉

Am Old Port verbringen wir immer unsere Mittagspause, da er gar nicht weit von unserer Schule entfernt ist.
Und auch hier gibt es sehr fotogene Tiere:

Nach der Schule unternehmen wir oft noch kleine Streiftouren durch die Stadt, um sie etwas besser kennenzulernen. Da es sich für uns möglicherweise um die letzten warmen Tage handelt, nutzen wir die Zeit noch, um Eis zu essen.

Wir haben uns also, was die Schule angeht, schon gut eingelebt und freuen uns (ganz anders als wir es zu Hause tun würden) auf den Unterricht nächste Woche! 😀

Aug 18, 2012 - Kathrin    No Comments

Der kanadische Knigge: 1. Lektion

Hallo ‚Good old Germany‘,

ich melde mich auch mal…

Glücklicherweise bin ich noch nicht von Grizzlies, Eichhörnchen oder Möwen gefressen worden. Aber warum jagen die Bienen immer nur mich?

Meine Gastfamilie ist sehr nett. Eigentlich besteht sie aus Diane, Luc und Lélé (Léandre). Sie wächst jedoch wöchentlich. Neben mir wohnen noch Aki aus Japan und die Engländerin Katherine hier. Ja, Katherine. Das sorgt natürlich für reichlich Verwirrung. Nächste Woche stößt noch die Kolumbianerin Carolina zu uns. Das kann ja heiter werden: 4 Mädchen und ein salle de bains.

Kanada ist nicht nur das Land der Bieber und Ahornbäume, sondern auch das Mutterland der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Wenn man beispielsweise (etwas verloren), mit einem Stadtplan in der Hand, auf dem Gehweg steht, wird man angesprochen, ob man Hilfe benötigt. Außerdem ist es für uns etwas ungewöhnlich, dass jedes Auto an der Kreuzung hält und einen über die Straße lässt. Und da wäre noch die Tatsache, dass auch die Kanadier an Bushaltestellen Schlange stehen.

Soweit, so gut. Nur geht die Höflichkeit der Kanadier über die obligatorische ‚Ca va?‘-Floskel hinaus.

Unser Abendessen (’souper‘ und bl0ß nicht ‚dîner‘, wie die Franzosen sagen) läuft ungefähr so ab:

Erste bis zweite Minute: Diane an alle: <<C‘ est bon?>> (Sie erwartet dabei eine Antwort.)

Vierte Minute: Diane an Luc(, der normalerweise kocht): <<Luc, c’est bon!>>

Siebte Minute: Diane: << Kathrin, c’est bon?>> (Kurz danach wird die gleiche Frage an Aki und Katherine gestellt. Die Reihenfolge kann dabei variieren.)

8. Minute: Diane an eine Gastschülerin: << Tu veux d’autre chose?>> (Willst du noch etwas?)

Standardantwort: << Non, merci. Mais c’etait (très) bon.>> (Nein, danke. Aber es war (sehr) gut.)

9. Minute Diane ist fertig: <<Luc, j’ai bien mangé!>> (Luc, ich hab gut gegessen.)

So, oder so ähnlich läuft das jeden Tag. Ah, und das wiederholt sich dann beim Dessert.

Anscheinend läuft das in anglophonen Familien ähnlich ab.

Alicka weiß zu berichten, dass es nicht reicht, sich während des Essens einmal zu bedanken. Versäumt man es, sich anschließend nochmals zu bedanken, dann wird man gefragt, ob man nicht etwas vergessen hätte.

An dieser Stelle: Mama, Papa, danke, dass es bei uns immer etwas Gutes zu essen gibt. Und ist es mal nicht gut, dann sagen wir es auch!

Das wär’s für heute. Ich hoffe, es geht euch gut!!!

Eure Kathrin

Aug 17, 2012 - Zusammen    No Comments

Am Fuß des Mont Royal

Gestern machten wir einen kleinen Ausflug zum Mont Royal. Da es aber natürlich schon Nachmittag war, weil wir ja Schule hatten und es außerdem noch Hausaufgaben zu machen galt, begnügten wir uns mit dem Park am Fuß des Berges.

Wie man auf den Fotos sieht, ist es (leider) auch bei uns im Moment sehr warm und sonnig! Dabei haben wir doch nur wegen der Kälte den weiten Flug auf uns genommen!

Wie dem auch sei, es ist kein Wunder, dass die amerikanischen Eichhörnchen zu Hause unsre schönen roten verdrängen. Von denen wimmelt es hier nämlich nur so!!! Die sind auch nicht besonders schüchtern und man kann ziemlich nah herankommen, um Fotos zu machen.

Wie gesagt, hatten wir leider nicht die Zeit, auf den Mont Royal zu gehen. Aber wir haben uns vorgenommen, das auf jeden Fall noch nachzuholen! Vielleicht ja schon dieses Wochenende …

Aug 15, 2012 - Alicka    No Comments

Nice Guestfamily

Ich wohne seit Sonntag bei Blanca Lopez. Sie kommt ursprünglich aus Peru und ist genauso, wie es in der Beschreibung stand, die ich von der Organisation bekommen habe: „A very open and warm woman“!

Ich habe auch gleich schon ihre Enkelin Alex kennengelernt.

Für zwei Wochen wohnt ihr auch noch Floyd, der nicht normal als Student zur Schule geht, sondern das Unterrichten lernt.
Im September werden wir wohl auch noch Zuwachs aus Japan und Brasilien bekommen. Da bin ich schon sehr gespannt 😉

Dafür, dass ich erst so kurze Zeit hier wohne haben wir schon viel unternommen:

Am Sonntag sind wir, als es dunkel war, durch Montreal gefahren und ich habe ein paar Sehenswürdigkeiten gezeigt bekommen. Wir waren am St.-Josephs-Oratorium, welches bei Nacht wirklich toll aussieht, und haben vom Mont Royal aus auf die Downtown geschaut. Das ist vielleicht ein Ausblick! Da muss ich unbedingt nochmal hin und Fotos machen.

Bei der Gelegenheit hab ich auch gleich den ersten, echt kanadischen Bären gesichtet. Aber zum Glück handelte es sich nicht um einen hungrigen Grizzly, sondern um einen Waschbären, der auf einem Baum gesessen ist 😉

Heute Abend sind wir ins Kino gegangen. Wir haben uns „My week with Marilyn“ angeschaut. Ich hab sogar fast alles (zumindest aus dem Kontext heraus :-D) verstanden!

So, nun sollte ich aber schlafen gehen. An die Zeitumstellung habe ich mich nämlich immer noch nicht ganz gewöhnt.
Aber bald erzähl ich euch, wie die Schule so ist!

Good night! 🙂

Aug 13, 2012 - Zusammen    No Comments

Über den Wolken

Hallo ihr in Deutschland!

Das Bärenfutter ist nach einem fast 8-Stunden-Flug heil in Kanada gelandet 🙂

Hier sitzen wir beide noch am Flughafen in Frankfurt und warten, bis wir an Bord gehen dürfen!

Endlich im Flugzeug sitzend werfen wir noch einen letzten Blick auf Deutschland!

Vor dem Start

Und dann geht es los!! Die meiste Zeit fliegen wir über den Atlantik, sodass das Aus-dem-Fenster-Gucken nicht besonders abweglungsreich ist.

Hier oben, 34 000 Fuß hoch, begegnen wir auch gleich dem ersten Frost.

Der lange Flug lohnt sich: Nachdem wir Filme geschaut, geschlafen und Musik ghört haben, genießen wir unseren ersten Blick auf Kanada. Fantastisch!

Sicher gelandet werden wir gleich von unseren Gastfamilien empfangen 🙂

PS: Für einen so langen Flug gab es nur leider viel zu wenig Turbulenzen. Nicht mal die Getränke sind aus den Bechern geschwappt 😉

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